Cafe Hauptwache Frankfurt Zeitgeschichte 02
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Café Hauptwache – ein steinerner Zeitzeuge

Wo heute gegessen, getrunken, relaxed und gelacht wird, herrschte früher Zucht und Ordnung. Die Hauptwache wurde ursprünglich als Militärstation gebaut – war Sitz der Stadtwache und beinhaltete lange Zeit auch ein Gefängnis, in dem Berühmtheiten wie der Ratsherr Senckenberg, ein Bruder des bekannten Naturforschers, oder der berüchtigte "Schinderhannes" einsassen. 

 

Chronik

1729 – 30
Das barocke Wachengebäude wird von Stadtbaumeister Jakob Samhaimer erbaut. 

1833

Am 3. April wird die Hautwache durch 50 junge Revolutionäre gestürmt, die das Signal zur Errichtung einer Republik geben wollen. Die jungen Burschenschaftler müssen aber schon bald ihre Waffen strecken und die Flucht antreten.

1905

Nachdem das Gebäude großzügig umgebaut wurde und nach Norden ein Anbau mit einer Terrasse entstand, eröffnet die Hauptwache im Dezember als Café, das zusammen mit der benachbarten Normaluhr schnell zum bekanntesten Treffpunkt für Verabredungen in der Innenstadt wird.

1920

Französische Truppen marschieren in Frankfurt ein und besetzen die Hauptwache sechs Wochen lang. Im Zuge einer Demonstration am 20. April werden sieben Personen durch Schüsse getötet. 

1944

Nach schweren Luftangriffen brennt die Hauptwache fast vollständig aus.

1954

In einer Phase reger Bautätigkeit in der Frankfurter Innenstadt wird auch die Hauptwache in vereinfachter architektonischer Form als Provisorium wiedererrichtet.

1968

Nachdem das Gebäude im Zuge des U-Bahnbaus komplett abgetragen wurde, wird es über dem neuen U-Bahnhof – in geringfügig veränderter Position – in originalgetreuer Form wieder aufgebaut. Auch das Café wird wieder eröffnet.

2002
Das Café wird vom heutigen Betreiber Sam Kamran übernommen. Die Innenräume werden neu gestaltet.